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Kategorie: Architektur

REDUCE REUSE RECYCLE

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Reduce Reuse Recycle: Mit diesen drei Schlüsselbegriffen aus der Abfallwirtschaft hinterfragt der deutsche Pavillon auf der Architekturbiennale 2012 in Venedig den Umgang mit der vielschichtigen Ressource Architektur. Eine kluge und unverkrampfte Auseinandersetzung mit dem Baubestand fordert der Kurator Muck Petzet. „Der geringste Eingriff ist manchmal der beste“, so der Münchner Architekt. „Und gar keine Veränderung kann die allerbeste sein.“ Insgesamt 16 ausgewählte Projekte sollen diese provokative These belegen und mögliche Strategien, Wege und Positionen zeigen; fünf davon wurden nun auf der ersten Pressekonferenz vorgestellt. Ein Gespräch mit Muck Petzet über sein Konzept, die Wahrnehmung von Alltagsarchitektur und Missverständnisse der Denkmalpflege.

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MACHEN!

Nachhaltiges Bauen ist mehr als Solarpaneele auf dem Dach oder eine Wärmepumpe im Keller. Um neue Konzepte für eine nachhaltige Architektur und Stadtentwicklung zu finden, müssen Architekten mehr leisten, als auf bewährte Systeme und geprüfte Tabellen zurückzugreifen. Nachhaltigkeit ist eine große Unbekannte, die stets aufs Neue erforscht werden will­ – ein Lernprozess. Wie aber kann man Nachhaltigkeit sinnvoll entwerfen?

In diesem Buch werden sechs Projekte vorgestellt, die genau aus diesem Grund ausgezeichnet wurden. Francis Kéré, realities:united, das Team von Anna Heringer, Martin Rauch, Nägele Waibel Architekten zusammen mit Salima Naji sowie die Büros Ziegert Roswag Seiler, Sauerbruch Hutton und Barkow Leibinger entwickeln nachhaltige Gebäude und urbane Interventionen aus einem konzeptionellen Ansatz. Nachhaltiges Bauen ist für sie kein bloßes Sahnehäubchen, sondern ein elementares Gestaltungsmerkmal von Architektur. Ein Gymnasium für 1.200 Schüler in Burkina Faso und ein Zentrum für nachhaltiges Bauen in Marokko aus Lehm, eine zweigeschossige Schule in Pakistan, die sich aus einem Lehmkorpus und einer leichten Bambuskonstruktion zusammensetzt, das „Smart Material House“ aus Infraleichtbeton in Hamburg, das wie ein Kartenhaus aus Beton gebaut werden soll, ein 26 Meter hohes Wohn- und Büroensemble aus Holz in Helsinkis Stadtquartier „Low2No“ und das 750 Meter lange Flussbad in der Berliner Spree: Alle Entwürfe und Ideen zeichnen sich zum einen in der Erforschung neuer Materialien, Bautechniken und Typologien, und zum anderen durch die Wiederaufbereitung traditioneller und lokaler Bauweisen, die im Zuge der Modernisierung verloren gegangen sind, aus. Nicht zu vergessen: die sozialen Prozesse, die auf diversen Ebenen in den Projekten integriert wurden.

Die Publikation zeigt die Besonderheiten der einzelnen Projekte, stellt ihre Planungen sowie technische Lösungen im Detail vor und beschreibt die jeweiligen Hintergründe und Entstehungsprozesse. Während Frank Barkow und Regine Leibinger einen Investor für das „Smart Material House“ suchen, Anna Heringer und Martin Rauch mit den Bauherrn in Marokko verhandeln, werden in Burkina Faso schon die ersten Lehmwände des Collége de Gando gegossen. Und scheinen sie teilweise extrem verschieden, eines haben alle Projekte gemeinsam: Es sind kleine Maßnahmen mit großer Wirkung – Nachhaltigkeit muss schließlich einfach sein. Auf beispielhafte Weise erfüllen die sechs vorgestellten Projekte die „target issues for sustainable construction“, die Bewertungskriterien der Holcim Awards in fünf internationalen Regionen, und zeigen Möglichkeiten, wie man nachhaltige Architektur entwerfen kann. Dafür wurden sie von der Holcim Foundation for Sustainable Construction ausgezeichnet. Sie gehören gemacht! (Jeanette Kunsmann)

Machen! – Die Deutschen Gewinner der Holcim Awards 2011/2012
Holcim Foundation for Sustainable Construction, Berlin/Zürich 2012
Texte: Jeanette Kunsmann, Ilka & Andreas Ruby, Ruby Press, Berlin
Layout: Belgrad, Berlin
Paperback, 96 Seiten, 30cm x 24 cm, deutsch, USD 28.00

Die Lehm-Moderne

Bisher fand Lehm in Architektenkreisen nur wenig Beachtung; dieses Image wandelt sich. Mit Hilfe moderner Technologien gibt es heute völlig neue Möglichkeiten für den Lehmbau. Die BAUNETZWOCHE zeigt Beispiele von Francis Kéré, Anna Heringer, Martin Rauch und dem Berliner Büro Ziegert Roswag Seiler. Ist Lehm der Baustoff der nächsten Moderne?

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Learning from Tokyo

Was für ein Event! Riken Yamamoto und Sou Fujimoto, aber auch jüngere, hierzulande noch weniger bekannte Architekten wie Go Hasegawa und Ryuji Fujimura aus Tokio sind zu Besuch in Zürich, weil die Schweizer Stadt von der japanischen Metropole lernen will. „Learning from Tokyo“ lautet der Titel des zweitägigen Symposiums, zu dem das Architekturforum Zürich Anfang März eingeladen hatte. Dahinter versteckt sich die Frage nach neuen innerstädtischen Wohnbauten, Verdichtung des urbanen Wohnens und der Stadtentwicklung in den kommenden Jahrzehnten – ein Dialog zwischen japanischen Architekten und Schweizer Baumeistern auf der Suche nach klugen Wohnformen für heute und morgen. (jk)

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Learning from Tokyo: Sou Fujimoto, Mathias Heinz, Ryoko Ikeda, Go Hasegawa, Riken Yamamoto, Akihisa Hirata, Ryuji Fujimura, Sasha Cisar, Hiromi Hosoya und Markus Schaefer (Foto: Axel Vansteenkiste)

Original + Ersatz

Am kommenden Mittwoch wird in Brünn die sanierte Villa Tugendhat wiedereröffnet. Über Detektivarbeit in der Denkmalpflege, Retrofuturismus und die Debatten zum aktuellen Umgang mit den Bauten der Moderne…

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Mehr zur Wiedereröffnung der Villa Tugenhat: www.tugendhat.eu

Fun Palace im Rohzustand

Paris, 16. Arrondissement, rive droite: Seit dem ersten Januar sind sie geschlossen, die hohen Portale des neoklassizistischen Ausstellungsgebäudes Palais de Tokyo. Direkt neben dem Musée d’ Art Moderne de La Ville de Paris gehen die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen in die nächste Runde – Architekten sind wie schon beim Umbau von 2000/01 die Pariser Architekten Lacaton & Vassal. Ihre Vision: Aus dem Bau soll ein ganzes Zentrum für zeitgenössische Kunst werden; die übrigen Etagen, vom Keller bis unters Dach, sollen nach und nach als Ausstellungs- und Veranstaltungsräume genutzt werden – eine goldene Zukunft für das betongraue Zentrum für Gegenwartskunst, war doch das Budget schon vor elf Jahren zu knapp. Eine Herausforderung für die Architekten.

Ursprünglich von den Architekten Jean-Claude Dondel, André Aubert, Paul Viard und Marcel Dastague als monumentales Gebäude mit einem dreiseitigen Portikus errichtet, wurde das Museum 1937 im Rahmen der Pariser Weltausstellung eröffnet. Es folgte die bewegte Geschichte der nächsten Jahrzehnte, bis Ende der Neunziger der Westflügel zunächst in ein „Maison du cinéma“ verwandelt werden sollte. Als sich dieses Projekt zerschlug, beliefen sich allein schon die Entrümpelungsarbeiten auf 12,2 Millionen: Den Rohzustand vom Baubeginn 2001 haben die beiden Architekten bis heute bewahrt.

Mit ihrem Konzept für die Erweiterung des zeitgenössischen Kunsthauses beziehen sich Anne Lacaton und Jean-Phillippe Vassal auf die Vision des Fun Palace von Cédric Price: Alle Räume sollen offen sein, flexibel in ihrer  Nutzung – ein komplett vertikal organisiertes Gebäude mit Treppen, Aufzügen und Brücken. Die Architekten machen nicht den gesamten Bau zugänglich, sondern fokussieren sich auf bestimmte Räume – im Untergeschoss, Fragmente aus den oberen Etagen und direkt unter dem Dach. Dort findet sich ein besonderes Highlight: der ehemalige Kinosaal im dritten Obergeschoss.

Kombiniert mit den für ihre Projekte typischen Low-Budget-Maßnahmen wollen Lacaton & Vassal diese Veränderungen in den kommenden Jahren Schritt für Schritt umsetzen. Seit 2008 haben sie einen Prioritätenkatalog für alle Baumaßnahmen erarbeitet, am Ende soll das Palais de Tokyo mit 16.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche eines der größten europäischen Zentren für zeitgenössische Kunst werden.

„Zwischen Ausstellungen, Konferenzen, vier Theatern und zwei Restaurants können die Besucher sechs bis sieben Stunden in diesen Wänden zu verbringen“, erzählt Jean de Loisy, der im Sommer letzten Jahres als neuer Direktor des Palais de Tokyo Marc Olivier Wahler ablöste und für 2012 ein ambitioniertes Programm auf den Tisch legt: Am 12. und 13. April werden zunächst die neuen 5.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche das Palais de Tokyo mit einem 36-stündigen  Kunst-Marathon eröffnet. Eine Woche später,  ab dem 20. April, wird in den unverputzten Räumen mit den sichtbaren Lüftungsschächten dann die von Okwui Enwezor (Haus der Kunst München) kuratierte Triennale d’art contemporain zu sehen sein.

(erschienen am 13. Februar 2012 auf www.baunetz.de)

Interview mit NL Architects

Ein Basketballplatz auf dem Dach eines Cafés, Kletterwände an der Fassade oder eine Blumenvase mit drei Öffnungen, die man auch auf den Kopf stellen kann – NL Architects verstehen ihre Arbeit als einen Remix der Realität und beweisen dabei viel Phantasie. Für ihre überraschenden Gebäude wurden Pieter Bannenberg, Walter van Dijk und Kamiel Klaasse bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter auch der renommierte der Mies-van-der-Rohe Nachwuchspreis für die BasketBar in Utrecht. Zusammen mit dem Fotografen Allard van der Hoek habe ich die Architekten in ihrem Büro in Amsterdam besucht.

Mehr im Crystal Talk#33

Baumhäuser

Es sind kleine Hütten, die sich in den Baumkronen verstecken, kapselartige Zellen oder gezimmerte Nester. Wurden Baumhäuser lange als Spielräume für Kinder angesehen, haben sich in den letzten Jahren eine Reihe von Architekten von dieser ungewöhnlichen Bauaufgabe zwischen Ästen und Blättern faszinieren lassen. Wir haben uns einige dieser neuen Wipfelbauten angesehen und ungewöhnliche Baumparasiten in Deutschland, Japan, Neuseeland, Schweden, und Frankreich entdeckt: Die BAUNETZWOCHE zeigt schwebende Lese- und Gästezimmer im Garten, verborgene Minihotels im Wald, Baumhütten mit Meerblick, ein Restaurant im Blätterwald und einem Baumkindergarten mitten in Tokio.

Mehr in der Baunetzwoche#254 „Baumhäuser“

coming soon…

Schwarz vor buntem Hintergrund. Über Architektur und Sport, Ästhetik und Widersprüche und warum alle guten Geschichten im Auto beginnen – Interview mit Pieter Bannenberg, Walter van Dijk und Kamiel Klaaase von NL Architects bald im Crystal Talk

Kunst im öffentlichen Raum Basel


„Eine fünfzehnköpfige Jury hat am 31.Oktober 2011 dem Team Raumlaborberlin mit Matthias Rick, Markus Bader, Andrea Hofmann, Jeanette Kunsmann und Andreas Krauth den Siegerpreis  zugesprochen. Nach Meinung der Jury ist Raumlaborberlin der ideale Partner für eine nachhaltige Zusammenarbeit in der komplexen Entwicklung eines Konzepts, das unterschiedlichste Interessen, Anspruchshaltungen und Fragestellungen umfasst. Die langjährige Erfahrung des Teams im Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum und ihre in verschiedenen Städten dokumentierte Methodenkompetenz, haben die Jury überzeugt. Auch der frische Aussenblick des Teams auf die Verhältnisse in der Stadt Basel wurde von der Jury besonders geschätzt. Internationale Kunst soll in einen fruchtbaren Dialog mit der lokalen Kunst treten und zur Stärkung der lokalen Kunst führen. Gegenüber unterschiedlichen Kunstformen besteht grosse Offenheit. “

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www.kunstkreditbasel.ch

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