jtkn

Kategorie: Tipps

Damien Hirst: Mythos und Legende

Nicht Stolz und Vorurteil, sondern Mythos und Legende. Im Park des Chatsworth House, einem englischen Landschloss in der Nähe von Bakewell, hat Damien Hirst unter diesem Titel zwei Skulpturen installiert.
Noch bis zum 30. Oktober 2011 darf sich nicht nur das Herzogtum von Devonshire daran erfreuen.

Berlin goes Icelandic – Viking Café Iceland

Viking Café Iceland is a little Café at the bottom of mount Litla Horn in Hofn, Iceland, run by the family of Ómar Antonsson (real descendant of vikings, ask him about it) and german actor Florian Kleine.

It offers Camping facilities for up to 4 trailers and a breathtaking view over the bay of Horn to the one side and Vatnajökull (largest glacier in Europe) to the other. If you haven’t been there, you’ve definitely missed out on something!

vikingcafe-iceland.com

AI WEIWEI

 

54. BIENNALE ARTE im BauNetz

Der Bücherfrühling

Frühlingserwachen in den Bücherregalen: radikale Architekturmagazine, Gesellschaftskritik von Carsten Höller, das neue wilde Wien, charmanten Nonsens von Max Goldt, die herrlich bösen Karikaturen von Arno Lederer und freie assoziative Gedanken von Peter Zumthor…

www.baunetz.de/baunetzwoche

kleineLESESTUNDE

Am Mittwoch Abend im Hotel:
„Eine von vielen Möglichkeiten, dem Tiger ins Auge zu sehen“
Die Kurzgeschichten von Bernd Lichtenberg
gelesen von Florian Kleine & Daniel Sellier

DasHotel

Schmeiß dein Ego weg!

Es ist ein wenig irritierend. Wo ist die Bühne? Was soll diese Wand? Der Saal der Volksbühne ist zum klaustrophoben, geschlossenen Gefängnis umgebaut. René Pollesch stellt mit seiner Inszenierung „Schmeiß dein Ego weg!“ das Theater auf den Kopf. Er hat die „Vierte Wand“, die Wand, die es nur in der Vorstellung der Schauspieler gibt, damit die Darsteller so tun, als gäbe es kein Publikum, wirklich gebaut. Schließlich sei es eine altmodische Ansicht, dass man die Schauspieler im Theater auch sehen müsse.

Doktor Jaques Duval ist in der Zukunft gelandet. Er war zweihundert Jahre lang schock gefroren und wird nun mit einer Realität konfrontiert, die für ihn ungewohnter nicht sein könnte. Da ist diese Wand zwischen Zuschauerraum und Bühne. An der läuft Duval in seiner Uniform aus dem 19. Jahrhundert dann auch den ganzen Abend auf und ab. An zwei Stellen ist diese Wand durchgebrochen und der Zuschauer erhält neben der Projektion über der Bühne, einen Einblick auf das Geschehen – er wird zum Voyeur. Erinnert ein wenig an „Versteckte Kamera“.

Inhaltlich dreht sich das Stück wie auch das Bühnenbild um innen und außen. Um innere und äußere Werte. Das Verborgene und das Sichtbare. Um Körper und Seele. Bei einem Geldschein sehe man auch zuerst seinen inneren Wert, die Zahl, und dann erst den äußeren, das Papier. Innen ist also gleich außen. „Die Seele ist eine Außenbeziehung des Körpers mit sich selbst.“ Um das Ego fassen zu können, müsse man nicht in der Innerlichkeit, in den Tiefen der Psyche und in den romantisierenden Erzählungen von ihr wühlen. Diese Auffassung von Individualität sollte getrost weggeschmissen werden.

Martin Wuttke (Doktor Jaques Duval) zappelt als verzweifelter Zwerg über die Bühne, Margit Carstensen (Frau Luna) spielt sich selbst und Christine Groß (Miss Peterson) glänzt mit einem amateurhaften Spiel und einer, hoffentlich beabsichtigten, dilettantischen Aussprache – sie hat einen S-Fehler. Der Chor, eine Gruppe junger Schauspieler in engen, weißen Ganzkörperanzügen ist mal Ausstattung, mal Show und am Ende auch Chor. Wie immer wird auch hier zwischen all den philosophischen Zitaten viel „Scheiße“ geschrieen.

Pollesch verdreht die Spielregeln des guten, alten und schönen Theaters. Eine Parodie, die zu neuen Denkmustern anregen soll mit einem der eindringlichsten Liebesgeständnisse: „Warum konnten wir uns nichts mehr sagen. Ja, ich weiß, du hast es versucht. Du hast mich mit deinem Motorroller verfolgt und wolltest mich sprechen und ich hab gewendet und woanders eingeparkt in das Nichts, in den Tod, keine Ahnung.“ Großartig! (Jeanette Kunsmann)

Schmeiß dein Ego weg!
von René Pollesch
Bühne und Kostüme: Bert Neumann
Termine: 30. Januar, 3., 6. und 20. Februar 2011 in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte

www.volksbuehne-berlin.de

(erschienen in der Baunetzwoche#206 am 21. Januar 2011)

Ai Weiwei in der Tate Modern

Es klirrt und klimpert: Aus über 100 Millionen Porzellan-Sonnenblumenkerne besteht die graue, zehn Zentimeter hohe Fläche auf dem Boden der gewaltigen Turbinenhalle. „Sunflower Seeds”  heißt die neue Installation der Unilever-Serie in der Tate Modern, die heute eröffnet worden ist. Das Kunstwerk stammt – zufällig zum Drama des aktuellen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo passend – von dem chinesischen Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei.

Eine aufwendige Arbeit, denn jeder der Sonnenblumenkerne wurden einzeln gebrannt, handbemalt und erneut gebrannt. Zwei Jahre lang haben über 600 Kunstarbeiter in der chinesischen Porzellan-Stadt Jingdezhen an dem Kunstwerk gearbeitet.

Sonnenblumenkerne sind für viele Chinesen eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Zugleich verkörpern die Kerne das chinesische Volk, ist doch ein jeder als Sonnenblume treu und ergeben im Licht der Sonne Maos gewachsen. Die Produktion der künstlichen Kerne ist ein symbolischer Akt. Jede der individuell geformten Porzellanhülsen soll das Potential des individuellen Ausdrucks in der grauen Masse unterstreichen. Jeden Abend muss das durch die Besucher zerwühlte Feld wieder geharkt und in Form gebracht werden, die Spuren der Besucher beseitigt werden. Ähnlich wie das chinesische Regime Spuren im Internet sperrt oder löscht.

Auch der Blog von Ai Weiwei ist gerade nicht verfügbar. „Der freie Geist ist unbezahlbar, er ist eine der Voraussetzungen für das Glück eines Menschen“ lautete ein Kommentar des Künstlers zur Situation der Internetfreiheit in China. Die 150 Tonnen Porzellan sollen übrigens am Ende der Ausstellung zurück nach China transportiert werden.

(Alle Fotos: David Levene)

Die Installation ist noch bis zum 2. Mai 2011 zu sehen.

www.tate.org.uk/modern

Island – sehen und sterben

Wer will jetzt schon nach Island? Der Sommer in Deutschland schenkt uns nur noch ein müdes Lächeln und es wäre eigentlich die perfekte Zeit, um nach Spanien, Portugal oder Süditalien zu reisen… Aber wer will schon nach Spanien?

In Island gibt es zwar aktuell nur noch vier Stunden Sonne am Tag, dafür kann man die Nordlichter am Himmel beobachten. Und schließlich hat die Vulkaninsel neben Reykjavík, Eyjafjallajökul, gutem Wodka und Lakritz mit Schokolade noch viel mehr zu bieten: flüsternde Gletscherzungen, Wasser spuckende Erdlöcher, Polarfüchse, Papageientaucher und Wale, etwa 30 weitere aktive Vulkane (deren Namen wir nicht kennen) und fast 318.000 Isländer.

In der isländischen Hauptstadt ist übrigens das neue Konzert- und Konferenzzentrum fast fertig. Die Isländer haben sich für den Neubau eine geballte Mischung internationaler Architekten und Designer auf ihre zauberhafte Insel geholt. Der Entwurf für das Harpa Reykjavik Concert Hall and Conference Center stammt von dem dänischen Büro Henning Larsen Architects (Kopenhagen), die Fassade wurde von dem Studio Olafur Eliasson (Berlin/Kopenhagen) konzipiert und die Akustik von den amerikanischen Ingenieuren Artec Consultants Inc (New York).

ai.is
studiogranda.is
www.pk.is
www.kurtogpi.is
www.glamakim.is
www.arkibullan.is

ohne Kommentar

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.