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Schwimmen und Schwitzen

schwimmen und schwitzen

Schwimmen und Schwitzen: Die Baunetzwoche#352 ist mit den Profis im Becken, zeigt die Architektur der Wellnesslandschaften, Schwimmbäder zum Wohnen, Saunahütten in Norwegen, London und Chile, die Therme in Meran und einen Besuch im Tropical Island zehn Jahre nach der Eröffnung…

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Fictional Buildings

bnw#349

Ohne Realität keine Träume: Wem gehört die Wirklichkeit, gibt es sie überhaupt? Während die Fotografen Filip Dujardin, Xavier Delory, Olivier Ratsi und Victor Enrich an der Schnittstelle zwischen Fiktion und Wirklichkeit arbeiten, lässt Laurent Chéhère Pariser Wohnhäuser in die Luft gehen. Und der britische Künstler Alex Chinneck spielt mit Backsteinfassaden in London. Realität und Fiktion – was ist noch echt?

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James Bond in Maastricht

House V

Die Einen sammeln Bücher, Porzellan oder Kunst, Andere sammeln Autos. In Maastricht hat Wiel Arets nun ein Haus für ein Paar gebaut, das als Oldtimer-Sammler mit diesem Hobby unter einem Dach wohnen wollte.

Das „V-House“ fügt sich inmitten der mittelalterlichen Struktur der Unistadt als Hülle zwischen den benachbarten historischen Bestandsbauten ein – ein dreieckiger Schnitt in der Frontfassade des gläsernen Neubaus verbindet das Schrägdach des eingeschossigen Nachbarhauses mit dem zweigeschossigen Bau auf der anderen Seite.

Um das private Wohnhaus auf dem schmalen, langgezogenen Grundstück zu belichten, haben die Architekten Hohlräume in den 530 Quadratmeter großen Baukörper geschnitten. Das Erdgeschoss ist sowohl zur Straßen- als auch zur Rückseite geöffnet; ein überdachter Teil dieses Außenraums dient als Außenparkgarage für Aston Martin und Co. Zwei übergroße Glas-Schiebetüren dienen als Eingang. Dieser lässt sich nur per iPhone öffnen und schließen, um bequem mit dem Auto in das Haus zu fahren.

Die Erschließung erfolgt über zwei Wegsysteme. Eine „langsame“ Treppe führt vom Erdgeschoss in den weitläufigen Wohnbereich, der mit Küche und Essbereich über eine kleine Rampe verbunden ist. Ein „schnelles“ Treppenhaus führt als vertikaler Schacht über die gesamte Höhe des Hauses hinauf bis zur Dachterrasse.

Der Betonkern wirkt rau und unwohnlich, sorgt jedoch als Wärmespeicher für die Gebäudeheizung und -kühlung. Und auch sonst überrascht die Wohngarage in Maastricht noch mit ein paar ungewöhnlichen Details: Die einteilige, maßgeschneiderte Küche wurde in Edelstahl gefertigt und ist mit dem 3,50 Meter langen Esstisch verbunden. Dass sich dann auch noch das Bett per Knopfdruck im Boden versenken lässt, erinnert stark an die Filmsets von Ken Adam – James Bond würde sich im V-House wohlfühlen.

(Jeanette Kunsmann; erschienen in den BauNetz-Meldungen am 10. Dezember 2013)

Fotos: Jan Bitter

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Stress and the City – Architektur auf der Couch

Architektur auf der Couch: Ein Arzt will dem Stress in der Stadt auf den Grund gehen; darüber diskutiert er mit dem Architekten J. Mayer H., aber auch der Entertainer Harald Schmidt kommt zu Wort. Passend dazu zeigen wir die Serie „City Scape“ der amerikanischen Fotografin Clarissa Bonet.

PDF lesen unter www.bauntez.de

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Talk to me – Fassaden

Medienfassaden wollen mit uns kommunizieren – ihre Sprache ist abseits der Architektur. Was erzählt das Kunsthaus Graz? Ein Gespräch mit realities:united zehn Jahre nach der Eröffnung.

Mehr in der Baunetzwoche#336

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Leise, aber niemals minimal – Mathias Klotz im Gespräch

Meister der Reduktion oder Wiederholungstäter? Die Gebäude von Mathias Klotz sind klar und präzise – eine Ausstellung behauptet nun, dass sie auch poetisch seien. Wir haben den chilenischen Architekten kurz vor der Eröffnung in der Berliner Galerie Aedes getroffen und mit ihm über Holz, Beton und den Minimalismus gesprochen.

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Lieben Sie Beton – oder Holz?
Ich finde, jedes Material ist ein gutes Material. In meinen Projekten arbeitete ich mit Baustoffen, die zu dem Ort passen und den natürlichen Bedingungen so gut wie möglich standhalten. Darum verwende ich oft Beton und Holz. Meine Gebäude mag ich besonders gern, wenn sie alt geworden sind. Ich denke in den nächsten zehn Jahren, nicht in den nächsten zehn Tagen.

Was ist das Poetische an einer Kiste?
(lacht) Das müssen Sie Miquel Adriá fragen – er hat die Texte zu meinem Werk geschrieben, nicht ich! Eine Box an sich ist natürlich nicht poetisch. Für mich ist der Kubus eine natürliche und einfache Form – wegen der Konstruktion, aber auch wegen des Raums, den man damit schafft. Um ehrlich zu sein: Ich wüsste nicht, wie ich einen Blob bauen sollte.

Die Reduktion der Form ist also keine Selbstbeschränkung?

Nein! Es geht eigentlich darum, wie man sich wohlfühlt – ähnlich wie bei Schuhen. Wenn ich versuche, mit anderen Geometrien zu arbeiten, stoße ich an meine Grenzen.

Aber Sie haben es versucht?
Mehr als einmal – immer mit wirklich schlechten Ergebnissen (lacht laut). Es ist besser, ich arbeitete so, wie ich es kann und weiß.

Also sind Sie ein Experte für die Kiste?
Nein. Ich konzentriere mich nicht auf das Volumen, sondern entwerfe meine Bauten in Grundriss und Schnitt – also von innen nach außen und nicht umgekehrt.

Wie sieht das perfekte Wohnhaus aus?
Man muss sich darin wirklich wohlfühlen, und es muss flexibel sein. Die Nutzer sind die Protagonisten  – nicht die Architektur! Formal sind meine Bauten radikal, aber ihre eigentliche Qualität ist, dass sie versuchen, möglichst simpel zu sein. Meine Gebäude sind still und leise – aber nicht minimal! Den Minimalismus mag ich überhaupt nicht, da ist alles fix, und wenn man nicht das richtige Sofa hat, bricht das gesamte Konzept zusammen.

Entwerfen Sie denn auch die Innenräume?
Ja, aber nur, wenn der Bauherr es auch wirklich wünscht – sonst ist es ein zu großer Kampf. Ich habe schon große Überraschungen erlebt, wie manche ihr Haus am Ende einrichten (lacht laut): The Day After!

Welche Einflüsse waren für Sie als Architekt wichtig?
Ich habe ja zur Zeit der Postmoderne studiert. Unsere Professoren haben Le Corbusiers Unité in Marseille als Albtraum bezeichnet, Mies van de Rohe war ein Teufel und so weiter. Zu dieser Zeit waren etwa 70 Prozent der Architekten in Chile arbeitslos. Die Stimmung war gedrückt, aber zu der Zeit dachte ich noch, ich werde Filmregisseur – also hat mich das nicht gekümmert.

Sie haben deutsche Wurzeln – was ist Ihr Eindruck von Berlin?
Obwohl meine Großeltern Deutsche sind, war ich erst Ende der Achtziger zum ersten Mal in Deutschland. Ich reiste von Prag nach Berlin – zusammen mit einer Gruppe ostdeutscher Medizinstudenten. Mit ihnen habe ich die letzte Woche in der DDR vor dem Fall der Mauer erlebt und gefeiert. Das war mein erster Kontakt mit Deutschland. Seitdem komme ich regelmäßig nach Berlin. Ich finde es beeindruckend, wie eine Stadt innerhalb von nur einem Jahrhundert vier verschiedene Gesellschafts- und Stadtmodelle gebaut hat – wobei jedes einzelne gleichzeitig ein Versuch war, das vorige zu überschreiben. Unglaublich und aufregend. Dass sie hier jetzt aber dieses schreckliche Schloss gegenüber dem Dom bauen wollen, das ist schon mehr als seltsam.

Das Interview führten Jeanette Kunsmann und Stephan Becker. Mathias Klotz‘ Ausstellung „The Poetics of Boxes“ ist noch bis zum 17. Oktober 2013 in der Galerie Aedes, Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin, zu sehen. Die Werkmonographie „30 years in architecture – Mathias Klotz“, herausgegeben von Miquel Adriá, ist im mexikanischen Verlag Arquine erschienen.

www.baunetz.de

www.aedes-arc.de

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Sanfter Klotz

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Beton ist sensibel. Das wissen auch die Schweizer Architekten Wespi de Meuron Romeo. Ihr neues Wohnhaus steht als Betonmonolith im Tessiner Dorf Ranzo am Ostufer des Lago Maggiore – jedoch gut versteckt: Von der Straße aus zeigt sich gerade noch das Dach des Hauses. Die gesamte Villa ist lediglich vom See aus sichtbar.

Man muss langsam fahren auf der Seepromenade an der Küste des Gambarogno, sonst übersieht man die Einfahrt. Auf der Schweizer Seite, oberhalb des Dorfkerns von Ranzo gelegen, gräbt sich der zweigeschossige Betonkubus in den Steilhang – ein zeitloses Pendant zu den traditionellen Steinbauten, die typisch sind für die Region. Ganz so idyllisch, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist die Gegend jedoch nicht. Die Zugstrecke unterbricht die Stille im regelmäßigen Takt. Zur Straße schottet sich das Wohnhaus deshalb von seiner Umgebung ab, öffnet sich aber zur See- und Bergkulisse. Nur der Schornstein auf dem Dach verrät, ob jemand zuhause ist.

Der verputzte Betonkubus ist präzise detailliert und verzichtet auf jegliche überflüssigen Elemente. So wirkt das Wohnhaus auf den ersten Blick karg, die Architekten bezeichnen es als „minimalistisch modern“. Für Wespi de Meuron Romeo bedingen sich Architektur und Material – der Beton braucht Gemütlichkeit. Deshalb haben sie sich außen wie innen nicht für glatte Sichtbetonoberflächen entschieden, sondern konsequent einen traditionellen Kalkzementverputz verwendet. Er soll an die lokalen traditionellen Gemäuer erinnern und in dem Haus „eine archaische, mit dem Ort verwurzelte Atmosphäre“ aufkommen lassen, erklärt Jérôme de Meuron, Neffe des bekannten Architekten Pierre de Meuron. „Durch die Ambivalenz der Materialität entzieht sich das Wohnhaus gewissermaßen einer zeitlichen Zuordnung: Es verbindet die Tradition mit der Neuzeit.“

Mehr bei: www.designlines.de

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Text: Jeanette Kunsmann, Foto: Hannes Henz, Zürich

Berlin: A City Soft As Butter

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Fotos: Simon Menges, Text: Jeanette Kunsmann

Read the full article in the fantastic Berlin-Issue of the superfantastic uncube magazine:  www.uncubemagazine.com

Ich bin eine Kita

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Ein schwimmender Kindergarten in Köln, eine japanische Tagesstätte in Erdnussform, die bunten Lernlandschaften der Baupiloten oder das schwarze Kita-Gebäude von Adolf Krischanitz in Wien: Bei kaum einem Bauvorhaben wird so viel diskutiert wie bei Kindergärten und Tagesstätten – und bei kaum einer Bauaufgabe können Architekten so viel falsch machen. Zu bunt, zu karg, zu gestylt: Was ist denn ein kindgerechter Raum? Ich bin eine Kita: Wir zeigen Beispiele aus Antwerpen, Peking und Zürich.

Mehr in der Baunetzwoche#331 Ich bin eine Kita

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Drei Wochen im Jahr

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Wer wohnt denn hier? Seit diesem Sommer steht am Rotsee im Schweizer Kanton Luzern ein heller Holzkubus im Wasser – kein Wochenendhaus, sondern der neue Zielturm einer berühmten Regattastrecke: Seit 1903 wird am Rotsee international um die Wette gerudert. Die Zürcher Architekten Fuhrimann Hächler haben für die sommerlichen Wettkämpfe eine markante Skulptur in die Seenlandschaft gesetzt. Drei Wochen im Jahr wird hier entschieden, wer als Erstes im Ziel ist.

Gut 2,5 Kilometer lang, 250 Meter breit und durch die umgebenden Hügel windgeschützt: Der Rotsee in der Luzerner Naturlandschaft ist die ideale Regattastrecke. Jeden Sommer treffen hier für drei Wochen Teams aus aller Welt ein – die Rotsee-Regatta gilt als das „Wimbledon“ des Rudersports. Schön ist es hier. Wegen dem mit Seerosen bewachsenen Ufer wird der Ort auch Göttersee genannt.

Pünktlich für die diesjährige Regatta wurde Anfang Juli der neue Zielturm von den Zürcher Architekten und ETH-Dozenten Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler mit einem ersten Rudersprint eingeweiht. Zehn Meter stapeln sich über dem Wasser drei Volumen in die Höhe – die Architekten sprechen von einem „vertikalen Akzent auf der langgestreckten Seefläche“. Dass der neue Turm für den Verein Naturarena Rotsee voluminöser ist als sein Vorgängerbau aus dem Jahr 1962, liegt an den heutigen Anforderungen. Nicht nur die Schiedsrichter und Eventregie-Speaker sitzen hier, es gibt einen Konferenzraum, ein Büro und Toiletten. 123 Quadratmeter misst der Neubau. Durch subtile „Verrückungen“, die sich aus dem geforderten Raumprogramm ergaben, erhalten die drei gestapelten Raumeinheiten eine gewisse Fragilität und Feinheit, erklären die Architekten.

Geheimniskasten auf dem Göttersee

Wenn auf dem Rotsee nicht gerudert wird, zeigt sich der Turm als verschlossene Skulptur. Der hybridartige Charakter sowie die Metamorphose, die das Gebäude jährlich durchläuft, waren für die Planer eine ungewöhnliche Herausforderung. Den Spagat zwischen einem permanenten Neubau von langer Dauer, der jedoch nicht mal einen Monat im Jahr genutzt wird, haben die Architekten über die Materialität gelöst. „Himitsu Bako“, japanisch für „Geheimniskasten“,  nennen sie ihre Holzkonstruktion, die durch die reduzierten Baumaterialien vielleicht auch als temporäre Installation verstanden werden könnte.

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Text: Jeanette Kunsmann, Foto: Valentin Jeck, Uerikon

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