Fragile Stadtgesichter – Matthew Pictons Paper Cities

von jtkn

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Matthew Picton baut Papierstädte. Seine Modelle stellen jedoch nicht irgendwelche Städte dar, sondern vor allem solche, die einmal durch eine Katastrophe wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Feuer verwüstet wurden. Den britischen Künstler fasziniert die Veränderung, die Verwandlung und vor allem: der Akt der Zerstörung. Abstrakt und dennoch akkurat gearbeitet, zeigen seine Modelle London im Jahr 1666, San Francisco 1936 und Dresden 1945 ­– ein Vorher und Nachher in Form fragiler Skulpturen, die Zeitgeschichte erzählen. Es sind bekannte Stadtgesichter; der Wiedererkennungseffekt ist dem englischen Künstler bei seiner Serie Papier Cities ebenso wichtig wie die Geschichte dahinter.

Matthew Picton liebt Landkarten. Schon in seinen füheren Arbeiten hat er sich intensiv mit Karten und Stadtgrundrissen beschäftigt. Doch bei seinen dreidimensionalen Linienzeichnungen fehlte ihm immer eine passende Darstellungsform für den Raum zwischen den bebauten Grundstücken. Er hatte vieles ausprobiert. „Papier funktioniert perfekt, um diesen Zwischenraum zu formen und zu gestalten“, sagt Picton. „Es ist ein wunderbar flexibles Medium, mit dem man auch gut Texte und Bilder einbinden kann. Der einzige Nachteil von Papier ist seine Fragilität. Deshalb stelle ich mit viel Aufwand kleine Unterkonstruktionen her und verwende speziellen Klebstoff sowie Tinte und Papier, die nicht ausbleichen.“ (…)

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