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Kategorie: Jeanette Colette

Viking Café Iceland

Mein Lieblingsprojekt steht in der Wildnis: Das Viking Café Iceland ist ein kleines Café am Fuße Litla Horn in Höfn. Seit 2011 betreiben Ómar Antonsson (ein direkter Nachfahre der Wikinger), der Schauspieler Florian Kleine und ich den Sommer über dieses kuschelige Café an der Ostküste Islands – Berlin goes Icelandic!

vikingcafe-iceland.com

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Parkhäuser

Entgegen aller Klischees wird hier nur selten gemordet!
Die Baunetzwoche über Parkhäuser:

Parkhäuser dufteten lange nach Benzin und Abenteuer. Heute verschwindet das Auto zunehmend aus den Innenstädten und mit ihm diese in Verruf geratene Gebäudetypologie. Haben die einstigen Garagenpaläste mit ihrem Nutzen auch ihren Glamour verloren? Bei einem Streifzug durch die Architekturgeschichte der Großstadtgarage sind wir auf Lichtblicke gestoßen, darunter eine befahrbare Doppelhelix in Berlin, ein nacktes Parkhaus in Miami und ein computergesteuertes Tiefgaragenregal in Rotterdam.

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Bsonderen Dank an das PROJEKTBUERO .HENKELHIEDL!

Poissons

10/02/2011

Es ist Donnerstag/ Pinar Selek ist frei gesprochen/ Barak Obama ist seit einem Jahr Nichtraucher/ Alice Schwarzer verweigert im Kachelmann-Prozess die Aussage/ Berlusconi soll wegen einer Sexaffäre vor Gericht/ Axel Weber verlässt die Bundesbank/ usw

Waiting for White Horse

Berliner Alpenwiese

Federvieh

„Federvieh” oder auch „Einen schrägen Vogel gibt es immer” ist eine Reihe gezeichneter Federkleider. (Schwarze Tinte auf weißem Büttenpapier/ Jeanette Colette/ November 2010)

www.flickr.com/photos/jeanette_k

Kreative Nervosität

(Zeichungen und Collage: Jeanette Colette, November 2010)

 

 

Puzzle in der Landschaft

An temporären Werken wird immer besonders deutlich, wie schnell die Zeit vergeht. Gerade standen sie noch, da sind schon abgebaut – als wäre nie etwas gewesen und zurück bleibt nichts als eine gähnende Leere. Auch das temporary museum (lake) von dem Amsterdamer Studio Anne Holtrop ist längst passé. Nur sechs Wochen stand dieses Kleinod mitten in einem Naturschutzgebiet in der Dünenlandschaft von Heemskerk bei Amsterdam.

Der Pavillon, dessen fließende Form im Grundriss an einen See erinnern soll, stand bis zum Herbstanfang. Bereits 2009 hatte der Künstler und Architekt Anne Holtrop (er ist wirklich männlich) in Almere ein ähnliches Projekt realisiert, das Trail House: Ebenfalls temporär, ebenfalls mitten in der Landschaft und ebenfalls der Versuch, eine amorphe Architekturstruktur mit der Landschaft und den sie durchquerenden Pfaden zu verbinden.

Zarte Zeichnungen waren der Beginn dieses Bauwerks. Der Niederländer hat sich hier vom französischen Dadaisten Jean Arp inspirieren lassen: „Er suchte mit seinen Zeichnungen nach einer universellen Sprache“, so Holtrop. „Das endete in Bildern, die nichts spezifisches oder konventionelles mehr zeigten, die keine direkte Bedeutung mehr hatten.“ Holtrop will das mit seinem Gebäude erreichen: Fließende, instinktiv gezeichnete Formen,  die einen Raum definieren, der nicht definiert ist. So ergeben sich scheinbar zufällig unbegehbare Engstellen oder bubbleartige Enden – der Pavillon wirkt wie ein verloren gegangenes Puzzlestück in der Landschaft.

Die Wände sind aus beschichtetem Pappelholz gebaut. Ein erheblicher Teil des Pavillons ist geschlossen, es gibt nur vier Fenster und einen schmalen Eingang in das Minimuseum. Denn der Pavillon wurde eigens für eine kleine Kunstausstellung mit Werken von Renie Spoerer, Eva-Fiore Kovacovsky, Driessens & Verstappen und Sjoerd Buisman errichtet. Jedem Künstler ist ein eigener Flügel des Gebäudes zugeteilt, jeder Flügel verfügt über genau ein Fenster, dessen Form sich wiederum auf die Arbeiten bezieht bzw. diesen eine Verbindung zur Landschaft brachte. „Die amorphe Landschaft draußen setzt sich innen fort. Es ist ein kleines Gebäude, aber ich habe die gekrümmten Innenräume so gebaut, dass man nie den gesamten Innenraum sieht.“

Die Kunstwerke im Inneren zeigten Interpretationen der Landschaft. Zeigten. Wie schon gesagt, dieser Pavillon steht leider nicht mehr. Man könnte sich auf die Suche machen, die Reste sammeln, und ihn eventuell wieder aufbauen. Wahrscheinlich zwecklos. Wir warten gespannt auf den nächsten Pavillon von Anne Holtrop, der bestimmt schon im nächsten Sommer auf einer weiteren holländischen Wiese stehen wird. (jk)

(erschienen in den BauNetz-Meldungen am 4. November 2010)