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Kategorie: Stadt

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Lernen von Japan: Schlichtheit in Fernost

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Immer wieder widmen Fachmagazine dem Thema „Japan“ ganze Ausgaben. Zahlreiche Ausstellungen bringen die fragilen Modelle und zarten Zeichnungen nach Europa. Und internationale Architekturblogs überschlagen sich sogar fast täglich mit den verlockenden Projekt­fotos aus dem Land der aufgehenden Sonne. Die experimentellsten Wohnhäuser werden in Japan gebaut, vor allem im Großraum Tokio. Was aber fasziniert uns eigentlich so sehr und immer wieder aufs Neue an der japanischen Architektur? Sind es die schneeweißen, streng geometrisch geformten Bauten, die schlichten Räume, die immer leer und aufgeräumt sind, die häufig fließenden Grundrisse oder die papierdünnen Wände? Ist es der hiesige Überdruss an raumverschwenderischem Luxus, an computergenerierten Visualisierungen oder parametrisch gestalteten und komplex berechneten Architekturen? Sind es die manchmal winzigen Flächen, oder ist es der andersartige, für uns ungewohnte Gebrauch?

In Europa wird die japanische Architektur oft als schillerndes Kaleidoskop einfacher Experimentalbauten wahrgenommen und dabei schnell auf wenige Eigenschaften reduziert. Die Generation junger Architekten in Japan bediene sich einer subtilen Formensprache und einer auffallend asketischen Reduktion, die eine klare, ja manchmal sogar steril wirkende Reinheit in den Räumen schaffe, heißt es in vielen Architekturkritiken. Weiß, aufgeräumt und bescheiden – der europäische Blick auf die Architektur in Japan und insbesondere in Tokio ist stark von Klischees geprägt. Denn lange waren Gebäude in Japan eher dunkel als hell. Strahlend weiß, wie wir sie heute kennen, wurden sie erst durch europäische Einflüsse. Erst seit Mitte der Neunzigerjahre lässt sich in Japan beobachten, dass die Architektur aus dem Dunkeln tritt – es begann mit den hellgrauen Sichtbetonbauten von Tadao Ando. Was wir als genuin japanisch ansehen, sehen manche Japaner als späten Ästhetik-Import des Bauhauses und anderer westlicher Strömungen.

Das Bauhaus wiederum verarbeitete auch japanische Impulse. Bruno Taut schrieb 1933 auf seiner Japanreise: „Als die moderne Architektur das Licht der Welt erblickte, also in den Jahren um 1920, war es der einfache und völlig freie japanische Wohnraum mit seinen großen Fenstern, den Wandschränken und der völligen Reinheit seiner Konstruktion, der den stärksten Anstoß zur Vereinfachung des europäischen Wohnraums gab.“ Taut entdeckte im alten japanischen Wohnhaus Prinzipien der modernen europäischen Baukunst: Einfachheit, Sachlichkeit und konstruktive Klarheit. Auch Gropius zeigte sich später fasziniert von dem Land. Ästhetisch ist es also ein Wechselspiel, kein einseitiger Einfluss Japans auf Europa. Manchmal mag hiesige Begeisterung für schlichte weiße Kuben in Japan sogar ihren Grund darin haben, dass diese Häuser an unsere Moderne-Tradition erinnern. Mehr

(Jeanette Kunsmann, erschienen im Deutschen Architektenblatt)

Der Barcelona-Pavillon: Ausstellungsraum zwischen Wohn- & Konstruktionsmodell

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Der Barcelona-Pavillon – die gefeierte Architektur des 20. Jahrhunderts, das Schlüsselprojekt der Moderne – weckte zu seiner Entstehungszeit nur geringes Interesse. Knapp sieben Monate stand er während der Weltausstellung 1929 in Barcelona – und wurde übersehen. Nur wenige verirrten sich in den modernen Glaskasten, die meisten nahmen ihn gar nicht erst wahr. Direkt nach dem Ende der Ausstellung wurde er abgebaut und seine wertvollen Baumaterialien nach Deutschland zurückgebracht. Lediglich die Fotos des Pavillons, die Mies sorgfältig ausgewählt hatte, überdauerten die Zeit. Sie machten ihn in den fünfziger Jahren – in der Folge der großen Mies-Ausstellung im MoMA 1947 – populär. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entwickelte sich eine so große Sehnsucht, dass man den Pavillon 1986, in dem Jahr, in dem Ludwig Mies van der Rohe seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, in Barcelona rekonstruieren ließ. Die Architekturtheoretikerin Beatriz Colomina beschreibt die Schwierigkeit dieser Rekonstruktion (durch die Architekten Ignasi de Solà-Morales, Christian Circi und Fernando Ramos) vor dem Hintergrund, dass die Pläne des Gebäudes oft gar nicht mit den Fotos, die man von ihm hatte, übereinstimmen. Zudem war Mies – Barry Bergdoll zufolge – zur Bauzeit des Barcelona-Pavillons mit der Technik des Stahlbaus noch kaum vertraut, sondern eignete sich dieses Wissen erst in den USA mit Besuchen bei der Stahlindustrie an. Zu den Interpretationen im Diskurs um den Barcelona-Pavillon – als Raum, der lediglich Architektur ausstellt oder als Modellarchitektur für ein Wohnhaus (Colomina) – gesellt sich nun also auch die Frage, ob es sich hier nicht auch um ein Modell für die Konstruktionstechnik des Stahlbaus handelt. Enttäuschend: In seinem städtischen Kontext geht der Pavillon unter. Darf oder sollte man, wenn man ein so bedeutendes Gebäude rekonstruiert, sich dann nicht einen geeigneteren Standort suchen? (jtkn)

Wer nicht artig ist, kommt ins Bauhaus!

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Das Bauhaus und seine Weltkulturerbestätten in Weimar und Dessau
von Luise Rellensmann und Jeanette Kunsmann
veröffentlicht in: UNESCO Weltkulturerbe. Eine Deutschlandreise

So manche Professoren werden sich in Weimar schon ordentlich die Knie gestoßen haben. Zumindest solche, die die Gropius-Professur der Bauhaus Universität innehaten: Ihr Büro ist das Direktorenzimmer des Bauhaus-Gründers. Der massive Schreibtisch und der kantige Stuhl von Walter Gropius sind speziell an dessen Körpergröße angepasst – gerade einmal 1,50 Meter maß der „Giftzwerg“, wie er hinter seinem Rücken oft genannt wurde. Hier in dem kleinen Raum im zweiten Stock saß Gropius und empfing in der gelben Sofa-Ecke seine Studenten, die später die Bauhaus-Lehren von Chicago bis Tel Aviv verbreiten sollten.

Weimar gilt als die Wiege der Bauhaus-Schule, die in Dessau groß wurde und 1933 von Berlin aus die ganze Welt eroberte. In der Klassik-Stadt symbolisiert Henry van de Veldes Kunstgewerbeschule den Aufbruch in die Moderne; die eigentliche Ikone des Bauhauses findet man aber in Dessau: In der einstigen Industrie- und Arbeiterstadt ließ Gropius 1925/26 den Flügelbau mit der berühmten Vorhangfassade errichten. Seit 1996 stehen die Hinterlassenschaften des Bauhauses in Weimar und Dessau unter dem Schutz des Weltkulturerbes und haben sich in den letzten Jahren als beliebtes Ausflugsziel etabliert. Spätestens seit dem Jubiläumsjahr 2009 boomt der Denkmal-Tourismus. Heute profitieren beide Städte von dem Erbe der Baushäusler, die der Bevölkerung in Dessau und Weimar früher ein Dorn im Auge waren.

„Das Bauhaus stinkt“ hieß es etwa in Weimar, wo Spaziergänger den glatzköpfigen Bauhaus-Guru Johannes Itten und seine Schüler im Ilmpark beobachten konnten. Aufgrund der vegetarisch-würzigen Ernährung umwehte die Gruppe stets eine Knoblauchfahne, wenn sie nackt mitten im Park ihre Atemübungen zelebrierte. Ungezogene Kinder wurden damals ermahnt: „Wer nicht artig ist, kommt ins Bauhaus!“

Auch in Dessau stieß die Gropius-Schule auf Unverständnis. Auf der grünen Wiese errichtet, musste das Bauhausgebäude für viele Zeitgenossen wie ein Ufo gewirkt haben. Die Meisterhäuser waren als Musterhäuser für modernes Wohnen dem Zeitgeist um Längen voraus – unter Laien galten sie als kalt und ungemütlich. Selbst Bauhausmeister Wassily Kandinsky, der die modernen Räume mit Jugendstil-Möbeln schmückte, geriet darüber mit Gropius immer wieder in heftige Diskussionen.

Heute sind es vor allem die schlichten Gebäude wie die Meisterhäuser, die Besucher in die schrumpfende Stadt im Osten Deutschlands locken. Das frisch sanierte Ensemble der „Hochschule für Gestaltung“ ist seit 1994 Sitz der Stiftung Bauhaus Dessau und bietet Touristen in Gebäudeführungen die Möglichkeit, in die denkmalgeschützten Räume einen Blick zu werfen. Große Glasfronten, Vorhangfassaden, Einbauküche und Schiebetüren – die Modernität des fast 90 Jahre alten Campus beeindruckt. Mit etwas Phantasie kann man sich das Campusleben der rund 200 Studenten vorstellen, die in den Jahren von 1925-1931 in den für die damalige Zeit komfortablen Balkonzimmern wohnten und ihr Feierabend-Bier am liebsten auf der eigens für sie angelegten Dachterrasse genossen. Ein kleiner Aufzug auf das Flachdach, erleichterte den Studentenalltag: Er hat die exakte Größe einer Kiste Bier.

Leider dürfen die Welterbe-Besucher weder Dach noch Balkone betreten. „Die Brüstungshöhe entspricht nicht mehr der heutigen DIN-Norm, sie ist 20 Zentimeter zu niedrig“, heißt es in der Führung. Sandalenbestückte Füße in weißen Socken huschen über den Linoleumboden, fotografieren darf man nur mit besonderer Genehmigung. Das Bauhaus in Dessau ist ein Museum, eine Puppenstube, ein konserviertes Denkmal; für Lebendigkeit sorgen an schönen Sommertagen die munteren Ausflügler auf den wenigen Bierbänken vor dem Eingang des Hauptflügels.

Die Bauhaus-Uni in Weimar hingegen steht nicht nur den Studenten Tag und Nacht offen. Während im Innenhof gegrillt wird, arbeiten angehende Architekten in den legendären Atelierräumen noch an ihren Entwürfen, woanders findet ein Symposium statt. Seitdem die Bauhaus-Uni 2011 als internationale Hochschule gekürt wurde, kann sie sich vor Bewerbungen aus dem Ausland kaum retten. Für interessierte Besucher bietet die Uni den Bauhaus-Spaziergang an, er führt auch in das (zu Teilen) rekonstruierte Direktorenzimmer. Eine rote Kordel trennt staunende Besucher von der Komposition des Bauhaus-Meisters: ein kubisches Sofa in sattem Gelb steht auf einem kunstvoll-gemusterten Teppich,  in Metallstangen eingelassene Leuchtröhren scheinen wie Moleküle zwischen den hohen stoffbezogenen Raumwänden zu schweben. „Die Möbel dienen als Ergänzung des streng geometrischen Raumkonzepts“, erklärt Jonathan Schmidt, Architekturstudent im zweiten Semester. Mit Begeisterung erzählt er vom Bauhaus, hat stets ein paar Anekdoten parat und führt die Besucher nicht nur über seinen Campus, sondern auch zum Haus am Horn. Das erste Musterhaus der Bauhaus-Schule, 1923 nach einem Entwurf von dem Maler Georg Muche gebaut, ist der Vorgänger der Meisterhäuser in Dessau. Es sollte Teil einer Wohnsiedlung unweit von Goethes Gartenhaus werden, blieb jedoch in den Nachkriegsjahren und selbst nach der Wende nur aufgrund des akuten Wohnungsmangels vom Abriss verschont.

In Weimar weht nicht nur der Geist von Schiller und Goethe durch die Straßen, auch der „Spirit der Bauhäusler“ ist zu spüren und inspiriert die Studenten noch heute. Sie wollen das Erbe weiterleben und weiterdenken, anstatt musealisiert zu werden. Das zumindest ist die Botschaft, die Campus-Besucher dieser Tage empfängt. „Bad Weimar. Kurortsteil Museumsstadt Weimar “ steht auf einem gelben Ortsschild, das Studierende auf dem Vorplatz des Van-der-Velde-Baus aufgestellt haben. Ein weiteres Graffiti bringt den nötigen Umgang mit gelebten Welterbebauten auf den Punkt: Auf dem betonierten Platz vor dem Haupteingang ist in knallgelb zu lesen: „Tradition heißt die Glut zu schüren, nicht mit der Asche zu schmücken!“

Wiederentdeckte Gartenstadt – Die Preußensiedlung von Hermann Muthesius

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Kaum einer kennt sie, die Preußensiedlung im Südosten von Berlin. Zwischen Neukölln/ Britz und dem noch zu eröffnenden Flughafen BBI liegend, genauer gesagt zwischen den S-Bahn Stationen Grünau und Altglienicke ist sie auch „janz weit draußen“: j.w.d., der Speckgürtel lässt grüßen. Hier wohnt man zwischen nachbarschaftlicher Kleinstadtidylle und der schnellen Anbindung durch die Autobahn friedlich im Grünen – in einem kleinen Haus mit Satteldach und Garten – welche Familie träumt nicht davon? Gute 100 Jahre nach ihrer Erfindung scheint das Modell der Gartenstadt als Alternative zur engen, stickigen Stadtwohnung aktueller als in den Jahrzehnten zuvor. Licht, Luft und Sonne anstatt dunkle Mietskaserne, Großstadtlärm und -hektik: My home is my castle!

Die Preußensiedlung von den Architekten Max Bel und Franz Clement ( 1. Bauabschnitt) und Hermann Muthesius (2. Bauabschnitt) wurde 1910-13 als kleines Dorf am Stadtrand gebaut. Es sind Arbeiterhäuser im Stil englischer Gartenstädte. Das überschaubare Ensemble aus insgesamt 45 Kleinhäusern gilt als eins der frühen gebauten Beispiele der Gartenstadt in Deutschland; in den Neunziger Jahren wurde die Siedlung im Stadtteil Altglienicke jedoch ein typisches Opfer der Wende. Schon lange hatten die unter Denkmalschutz stehenden Häuser eine Renovierung nötig, nun waren die verfallenen Bauten sogar vom Abriss bedroht.

Obwohl abseits und in Vergessenheit geraten konnte ein neuer Investor 2008 mit seinem Konzept genügend Käufer anlocken, um die Wohnhäuser zwischen Germanen- und Preußenstraße von dem Berliner Büro Kubeneck Architekten sanieren und umzubauen lassen ; außerdem wurde die Siedlung von dem Architekten Peter Brenn um einen dritten Bauabschnitt mit vier Wohnhäusern erweitert. Ein gelungenes Beispiel: Bald könnte die Siedlung nach ihrem gelungenen Umbau und Sanierung wie die nur einen knappen Kilometer entfernte Tuschkastensiedlung (1912) von Bruno Taut sogar Weltkulturerbe werden…

(Artikel erschienen im Baumeister, März 2013)
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Fragile Stadtgesichter – Matthew Pictons Paper Cities

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Matthew Picton baut Papierstädte. Seine Modelle stellen jedoch nicht irgendwelche Städte dar, sondern vor allem solche, die einmal durch eine Katastrophe wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Feuer verwüstet wurden. Den britischen Künstler fasziniert die Veränderung, die Verwandlung und vor allem: der Akt der Zerstörung. Abstrakt und dennoch akkurat gearbeitet, zeigen seine Modelle London im Jahr 1666, San Francisco 1936 und Dresden 1945 ­– ein Vorher und Nachher in Form fragiler Skulpturen, die Zeitgeschichte erzählen. Es sind bekannte Stadtgesichter; der Wiedererkennungseffekt ist dem englischen Künstler bei seiner Serie Papier Cities ebenso wichtig wie die Geschichte dahinter.

Matthew Picton liebt Landkarten. Schon in seinen füheren Arbeiten hat er sich intensiv mit Karten und Stadtgrundrissen beschäftigt. Doch bei seinen dreidimensionalen Linienzeichnungen fehlte ihm immer eine passende Darstellungsform für den Raum zwischen den bebauten Grundstücken. Er hatte vieles ausprobiert. „Papier funktioniert perfekt, um diesen Zwischenraum zu formen und zu gestalten“, sagt Picton. „Es ist ein wunderbar flexibles Medium, mit dem man auch gut Texte und Bilder einbinden kann. Der einzige Nachteil von Papier ist seine Fragilität. Deshalb stelle ich mit viel Aufwand kleine Unterkonstruktionen her und verwende speziellen Klebstoff sowie Tinte und Papier, die nicht ausbleichen.“ (…)

Mehr unter www.designlines.de/feel

Special zum Thema Papier auf www.designlines.de

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Abtauchen in Mitte: Das Flussbad Berlin

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Der Spreekanal zwischen Schlossplatz und Bodemuseum: Eines der größten innerstädtischen Areale der Hauptstadt ist bis heute vollkommen ungenutzt. Direkt an der Museumsinsel wollen wir dieses Teilstück der Spree als Schwimmbecken neu erfinden. Damit gäbe es in Berlin in naher Zukunft eines der größten und schönsten Schwimmbecken der Welt: 750 Meter lang – und in der Mitte der historischen Altstadt.
Das klingt irre und es ist völlig ernst gemeint. Es geht um nichts weniger, als darum, einen vollständigen Flussarm der Spree umzunutzen. Zu einem Ort an dem sich sowohl die Natur, als auch die Menschen erholen können. Hintereinander aufgereiht entstehen ein Biotop, eine Pflanzenklärbecken zur Reinigung des durchfließenden Flusswassers und schließlich der Beckenbereich – vom Schlossplatz, vorbei am Lustgarten, bis hinunter zum Bodemuseum.

 

www.flussbad-berlin.de

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Architekturbiennale in Venedig

Alle Artikel zur Biennale unter: www.baunetz.de/biennale/2012

Alvar Aalto in Wolfsburg

Einen neuen Zugang zum Gebäude hat man sich für das Alvar-Aalto-Kulturhaus in Wolfsburg gewünscht – und ihn auch bekommen. Die Architekten von raumlabor nahmen die Aufgabe beim Wort und haben eine temporäre Treppe installiert, die auf das Dach des Kulturzentrums führt – ähnlich wie Alvar Aalto es selbst einmal geplant hatte. „Shortcut“ ist aber nicht nur eine Abkürzung übers Dach, sondern beinhaltet auch ein Sommercafé auf der Dachterrasse des Kulturhauses. Wolfsburg feiert 2012 seine drei Aalto-Bauten, von denen zwei in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum haben: Es ist „Aalto-Festivaali“ in der niedersächsischen Autostadt. Die BAUNETZWOCHE auf den Spuren des finnischen Architekten in Wolfsburg.

www.baunetz.de/baunetzwoche



Sou Fujimoto: Futurospektive Architektur