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Kategorie: Tipps

Schwimmen und Schwitzen

schwimmen und schwitzen

Schwimmen und Schwitzen: Die Baunetzwoche#352 ist mit den Profis im Becken, zeigt die Architektur der Wellnesslandschaften, Schwimmbäder zum Wohnen, Saunahütten in Norwegen, London und Chile, die Therme in Meran und einen Besuch im Tropical Island zehn Jahre nach der Eröffnung…

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Paris in Berlin

Wie stellt man Architektur aus? Diese Frage beschäftigt Kuratoren stets auf Neue bei Ausstellungen in Museen, Galerien und Biennalen. Im Gegensatz zur Kunst lässt sich im Architekturbereich das eigentliche Exponat nur schwer ausstellen, lediglich dokumentieren; einzige Ausnahme bilden vielleicht die Pavillonbauten der Weltausstellungen.

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erschienen in ARCH+ 211/212: Think Global, Build Social!

Junya Ishigami

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Er liebt Radiohead, erinnert mit seinem schwarzen, eng geschnittenen Jacket und dem extravaganten Kragen irgendwie an den King of Pop und schafft mit seinen weißen Modellen abstrakte Gedankengebäude. Junya Ishigami zählt zu denjenigen, die niemals erwachsen werden – dennoch dürfte er Architekturgeschichte schreiben. Auf seiner ewigen Suche nach einer neuen Realität bewegt sich der Japaner dabei außerhalb der Grenzen des Möglichen: Es sind Systeme ohne Hierarchie, leichte Tragstrukturen, die fast verschwinden, und Gebäude, die kein Innen und Außen haben. Ein Tisch ist für ihn ebenso Architektur wie ein Haus oder eine Brücke; grundlegend für seine Arbeiten ist der Bezug zwischen Architektur und Natur. „Für mich als Japaner sind natürliche Elemente immer auch artifiziell“, erklärt der 39-jährige, der 2010 auf der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen geehrt wurde. „Es gibt keine echte Natur – selbst Wälder und Landschaften sind künstlich angelegt.“ Seine Lieblingspflanze ist Klee.

Im Antwerpener Kunstcampus deSingel ist gerade die Ausstellung „How Small? How Vast? How Architecture Grows“ zu sehen, die zum ersten Mal das Gesamtwerk von Ishigami nach Europa holt. 58 Projekte sind auf den schmalen Holzbrettchen, die weder Tisch noch Bank sind, drapiert. Modelle, Miniaturen, Zeichnungen und Aquarelle – Ishigami hat all seine Ideen und Entwürfe ordentlich aufgereiht und wie in einem Labor perfekt und steril inszeniert. Die Ausstellung selbst ist ein Kunstwerk: Die Modelle sind keine typischen Architekturmodelle, es sind geklebte und gefaltete Papierwälder und -landschaften, gebastelte Pflanzen, Wolkenstudien, Puppenstuben und Wohnhäuser, die ähnlich wie ein Bühnenbild gebaut sind und in dem schwarze Papierfiguren Szenen nachspielen, die ein wenig Aktion in die schönen Modelle bringen. Auf den acht schwebenden, sehr langen Tischen ist alles so leicht und fragil, dass man aus Angst, man könnte husten oder niesen, am liebsten die Luft anhalten möchte.

„Ich möchte das Innere eines Gebäudes so entwerfen, dass es sich wie ein Außenraum anfühlt“, sagt das japanische Wunderkind, das bis 2004 bei SANAA gearbeitet hat. Die extrem schmal dimensionierten Wände, Stützen und Decken entwickelt Ishigami zusammen mit dem Ingenieur Jun Sato. Bei seinem Debüt, dem Kanagawa Institute of Technology KAIT Workshop bei Tokio, sorgte er 2008 mit 63–90 Millimeter dünnen Stützen und einem unregelmäßigen Raster für Aufmerksamkeit. Ein fünf Meter hoher Stützenwald ermöglicht eine Auflösung jeglicher Wände – es entsteht ein Außen- im Innenraum, ein schwebendes Klassenzimmer. Die zehn Meter lange Tischplatte, die Junya Ishigami 2005 in einer Gallerie in Tokio installierte, wurde mit einem Querschnitt von nur 3 mm fast unsichtbar – ein Spiel aus Illusion und Wirklichkeit. „Ich möchte, dass die Konstruktion ein Rätsel wird“, erklärt Ishigami.

Auf Zehenspitzen schleichen die Besucher durch die Ausstellung. Am Ende der Retrospektive wartet in einem zweiten Raum ein runder Abschluss: Die Installation „Little Gardens“ zeigt eine Sammlung von winzigen Miniatur-Blumen, die wie Süßigkeiten wirken. Der runde weiße Tisch mit den drei dünnen Beinen scheint wie alles andere in der Ausstellung ebenfalls zu schweben – bei Junya Ishigami ist die Schwerkraft eben besonders gering.  „Everything is always changing everytime“, flüstert der japanische Architekt als Antwort auf die Frage, was für ihn Nachhaltigkeit ist; eine Zeile, die auch Thom Yorke singen könnte. „We always want to try change situations before they change.“ Man kann viel von ihm lernen. (Jeanette Kunsmann)

erschienen in der Baunetzwoche#308 Junya Ishigami

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Die Austtellung Junya Ishigami. How Small? How Vast? How Architecture Grows ist noch bis zum 16. Juni 2013 im deSingel Internationale Kunstcampus, Desguinlei 25, B-2018 Antwerpen zu sehen.

www.desingel.be

Architekturbiennale in Venedig

Alle Artikel zur Biennale unter: www.baunetz.de/biennale/2012

Damien Hirst: Mythos und Legende

Nicht Stolz und Vorurteil, sondern Mythos und Legende. Im Park des Chatsworth House, einem englischen Landschloss in der Nähe von Bakewell, hat Damien Hirst unter diesem Titel zwei Skulpturen installiert.
Noch bis zum 30. Oktober 2011 darf sich nicht nur das Herzogtum von Devonshire daran erfreuen.

Berlin goes Icelandic – Viking Café Iceland

Viking Café Iceland is a little Café at the bottom of mount Litla Horn in Hofn, Iceland, run by the family of Ómar Antonsson (real descendant of vikings, ask him about it) and german actor Florian Kleine.

It offers Camping facilities for up to 4 trailers and a breathtaking view over the bay of Horn to the one side and Vatnajökull (largest glacier in Europe) to the other. If you haven’t been there, you’ve definitely missed out on something!

vikingcafe-iceland.com

AI WEIWEI

 

54. BIENNALE ARTE im BauNetz

Der Bücherfrühling

Frühlingserwachen in den Bücherregalen: radikale Architekturmagazine, Gesellschaftskritik von Carsten Höller, das neue wilde Wien, charmanten Nonsens von Max Goldt, die herrlich bösen Karikaturen von Arno Lederer und freie assoziative Gedanken von Peter Zumthor…

www.baunetz.de/baunetzwoche

kleineLESESTUNDE

Am Mittwoch Abend im Hotel:
„Eine von vielen Möglichkeiten, dem Tiger ins Auge zu sehen“
Die Kurzgeschichten von Bernd Lichtenberg
gelesen von Florian Kleine & Daniel Sellier

DasHotel